Ein vorweihnachtlicher Kohlkopf

18. Dezember 2020

Gestern hatte ich plötzlich Lust darauf, eine Kohlsuppe zu kochen. So geht es mir manchmal, wenn ich Zeit habe: ich bekomme Lust auf etwas und will das dann auch unbedingt tun, nicht irgendwann, sondern sofort!

Mir begegnete dieser außergewöhnlich schöne und schmackhaft anmutende Kohlkopf. Ich musste ihn einfach mitnehmen. Danach sorgte ich dafür, dass mir die Zutaten, aus denen ich meine Suppe zaubern wollte, auch noch begegnen. Zu mir kamen ein Bund Suppengemüse, ein Beutel köstlich duftender Birnen, ein 700 g Stück schieren Kasselers, ein Stück, mit wenig Fett durchwachsenem, Speck und acht Minikohlwürstchen. Da musste sich doch was draus machen lassen?

Zu Hause angekommen, machte ich mich sofort an die Arbeit. Mein größter Topf wurde auf den Herd gestellt und mit einem Liter Wasser gefüllt. In dieses Wasser kam eine leichte Brise Salz und Pfeffer aus der Mühle. Ich habe die Mühle 15 mal gedreht. Dann habe ich das Kasslerstück in sechs gleichmäßig dicke Scheiben geschnitten und in den Topf gepackt. Die Schwarte des Speckstückes habe ich abgeschnitten und ebenfalls in den Topf gegeben. Danach wurde der Speck in kleine Würfelchen geschnitten und erst einmal zur Seite gepackt.

Nun musste der Kohl bearbeitet werden. Stück für Stück habe ich ihn klein geschnitten, in ein Sieb gegeben, gewaschen und abtropfen lassen. Das Gleiche hab ich mit dem Lauch aus dem Suppengemüse, 2 Möhren und einem faustgroßen Stück Sellerie gemacht. Inzwischen konnte ich meine Kasslerstücke schon wieder aus dem Topf nehmen und sie vorübergehend auf einen Teller legen.

Der Kohl und das Suppengemüse durften nun statt ihrer in den Topf. Eineinhalb mal war das Sieb mit Kohl gefüllt.

Nochmals kam Wasser in meinen Topf, um den Kohl zu bedecken, ein Gemüsebrühwürfel dazu und dann, nachdem ich umgerührt hatte, legte ich die Kasslerscheiben wieder oben auf den Kohl, Deckel drauf und köcheln lassen. Um mir die Zeit nicht lang werden zu lassen, stöberte ich in meinem Gewürzregal, fand die Kümmeldose und gab noch Kümmelkörner zu meiner Suppe. Danach schälte ich eine dieser köstlichen Birnen. Um ehrlich zu sein, waren es zwei, denn eine halbe musste ich unbedingt gleich verspeisen. Der Rest wurde sehr klein geschnippelt und dann in die Suppe gerührt. Auch die Speckwürfelchen kamen nun dazu. Es begann im ganzen Haus unwahrscheinlich köstlich zu duften!

Nach einer angemessenen Frist, während derer ich natürlich immer mal wieder Geschmack und Kosistenz des Kohls überprüft hatte, nahm ich die Kasslerscheiben endgültig raus und vertauschte sie mit den kleinen Minikohlwürstchen, die ich vorher mit einer Gabel angepiekt hatte. Ich wollte ja gerne ein bisschen von ihrem köstlichen Saft in meine Suppenbrühe fließen lassen.

Noch einmal musste ich 15 Minuten warten. Dann nahm ich die Würstchen raus und schmeckte die Suppe abschließend ab. Es war einiges an Wasser verkocht, also goss ich etwas nach, so dass der Kohl wieder schön bedeckt war und zerbröselte noch einen weiteren Gemüsebrühwürfel über das Ganze. Einmal umrühren und nochmal kochen lassen, war dann ja kein Kunststück mehr.

Während mein Süppchen kochte, schnitt ich zwei der Kasslerschieben in kleine Würfel und vier der Würstchen in dünne Scheibchen. Das alles kam noch zur Suppe. Der Herd wurde abgestellt und ich füllte meine Suppe in große „twist off“ Gläser.

Da standen sie nun und ich war sehr mit mir zufrieden. Ich hatte mir mit dem Kochen eine Freude bereitet und kann nun meine Suppengläser als Mitbringsel für meine Advents- und Weihnachtsbesuche nutzen. Suppe-r!

Ich wünsche Ihnen in dieser verbleibenden Adventszeit viele Mußestunden zur Umsetzung Ihrer Lust- Pläne.

Bleiben Sie wohlgemut und seien Sie herzlich gegrüßt von Ihrer Sanni Duhn.

Die lebensfrohe Genießerin

1 Kommentar zu „18. Dezember 2020“

  1. Ja, das ist so eine gute Idee, Kohl gekocht in Gläser gefüllt als Geschenk, das kannte ich bis jetzt nicht. Liebe Susanne, ich habe am gleichen Tag ähnlich gedacht…… Marmelade auf Vorrat gekocht. Johannisbeeren: gelb, rot und schwarz, Himbeeren, Bio aus unserm Garten, handverlesen, jetzt natürlich aus dem Frost, Zucker. Mit Zimt und Nelken gewürzt, zum Schluss ein Schuss Himbeergeist – einfach „göttlich“. An liebe Menschen zu verschenken, die sonst zu Weihnachten ein Blumensträußchen bekommen hätten.
    Blumenläden dürfen nichts verkaufen.
    Geht nicht, nützt nix – sagt Hilde.
    Mit besten Grüßen nach Ratzeburg oder Eckernförde

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